Institute of Telecommunications
Das Institute of Telecommunications (ITC) zählt mit über 60 wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen zu den größten Instituten der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität Wien. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1928 zurück – seither prägt es mit einer langjährigen Tradition exzellenter Lehre und Forschung die Entwicklung der Kommunikationswissenschaften. Die heutige Struktur des Instituts geht auf das Jahr 2011 zurück, als das Institut für Breitbandkommunikation (IBK) mit dem ehemaligen Institut für Nachrichtentechnik und Hochfrequenztechnik (INTHFT) zusammengelegt wurde.
In der akademischen Ausbildung deckt das ITC ein breites Themenspektrum ab: Von Signalen und Systemen über Mobilfunk und Hochfrequenztechnik bis hin zu Kommunikationsnetzen bereichert es die Curricula mehrerer Studiengänge in der Elektrotechnik und Informatik.
Die Forschungsaktivitäten des Instituts konzentrieren sich auf praxisnahe und zukunftsweisende Themen wie mobile Kommunikation, drahtlose Systeme, Signalverarbeitung und maschinelles Lernen, Kommunikationsnetze und Hochfrequenztechnik. Die Projekte reichen dabei von grundlagenorientierter Forschung bis hin zur Entwicklung konkreter Hardware- und Software-Lösungen. Besonders hervorzuheben ist die enge Kooperation mit Industriepartnern sowie die Einbindung in internationale Forschungsprogramme, die eine Brücke zwischen Wissenschaft und Anwendung schlagen.
Forschung
Im Folgenden werden drei zentrale Forschungsbereiche vorgestellt, welche aktuelle Relevanz haben oder denen entscheidende Bedeutung in der Zukunft zugeschrieben wird:
Wireless Communications
Das Institut für Telekommunikation engagiert sich intensiv in der Wireless-Forschung – mit einem breiten Spektrum an
Aktivitäten, die sowohl die systemische Ebene als auch die physikalischen Grundlagen der Datenübertragung abdecken. Ein zentraler Fokus liegt auf der Optimierung von Netzwerkmanagement und Ressourcenplanung, also der Frage, wie Kommunikationsnetze effizient gesteuert und Kapazitäten bedarfsgerecht verteilt werden können. Die Forschungsarbeiten sind dabei eng mit aktuellen und zukünftigen Anwendungen verknüpft: Einerseits werden praktische Lösungen für das 5G-Netz erarbeitet, andererseits zielen Projekte bereits auf die nächste Generation (6G) ab.
Ein Schlüsselthema der letzten Jahrzehnte ist die Mehrantennentechnologie, die durch fortschrittliches Design und die Entwicklung hochfrequenztechnischer Komponenten vorangetrieben wird. Diese Innovationen sind insbesondere für den Mobilfunk von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus rücken hochmobile Szenarien (z.B. Hochgeschwindigkeitszüge) zunehmend in den Mittelpunkt. Hier führen extreme Geschwindigkeiten zu signifikanten Dopplerfrequenzverschiebungen, für deren Kompensation spezielle Mechanismen entwickelt werden, die eine stabile Kommunikation auch unter dynamischen Bedingungen gewährleisten.
In der angewandten Forschung setzt das Institut zunehmend auf maschinelles Lernen, um Prozesse zu beschleunigen, die bisher auf klassisch-analytischen Methoden oder Simulationen basierten. Besonders auf Netzwerkebene erweist sich dieser Ansatz als effizient: Während früher komplexe Modelle oder aufwendige Simulationen erforderlich waren, um zuverlässige Ergebnisse zu erzielen, ermöglicht künstliche Intelligenz (KI) heute eine dynamische Optimierung. Durch das kontinuierliche Sammeln und Auswerten von Echtzeitdaten lassen sich Systemparameter so adaptiv anpassen.
Vor allem bei der Ressourcenverteilung und der Betriebsoptimierung kommunikationstechnischer Infrastrukturen kommt maschinelles Lernen zum Einsatz. Zentrale Fragen wie „Wie lässt sich die Servicequalität bei minimalem Ressourcenverbrauch sicherstellen?“ werden zunehmend durch selbstlernende Algorithmen beantwortet. Ziel ist es, Leistung und Effizienz in Einklang zu bringen.
Signal Processing
Während die Netzwerkforschung stark anwendungsorientiert bleibt, widmet sich die Signalverarbeitung grundlegenden
Fragestellungen, die über die reine Datenübertragung hinausgehen. Abgesehen von modernen Varianten klassischer Methoden der Signalverarbeitung, wie sie im Entwurf von Sendeempfängern und in der Multimedia-Verarbeitung zum Einsatz kommen, liegt ein zentraler Teil der Institutsaktivitäten im Bereich des maschinellen Lernens, das sich aus der Big-Data-Forschung entwickelt hat und heute eine Schlüsselrolle in der Informationstechnik einnimmt.
Im Fokus der Forschungsarbeiten stehen drei Varianten des maschinellen Lernens: probabilistische Verfahren, verstärkendes Lernen, und Ansätze, die auf kombinatorischen Graphen aufbauen. Ein erheblicher Teil der Arbeiten zielt auf theoretische und algorithmische Weiterentwicklungen dieser Methoden ab. Gleichzeitig werden aber auch unterschiedlichste Anwendungsszenarien untersucht, die von Datenakquisition und -aggregation für autonome Fahrzeuge über Sensornetzwerke und biomedizinische Fragestellungen bis hin zur Analyse sozialer Netzwerke reichen. Die bearbeiteten Ansätze des maschinellen Lernens ermöglichen, dass technische Systeme autonom und effizient komplexe Aufgaben lösen. Ein besonders dynamisches Forschungsfeld ist das automatisierte Lernen von Algorithmen, bei dem unterschiedliche methodische Ansätze kombiniert werden, um Rechner in die Lage zu versetzen, selbstständig Lösungen zu entwickeln. Diese Arbeiten zielen darauf ab, intelligente Systeme zu schaffen, die nicht nur Daten verarbeiten, sondern aus ihnen adaptive und robuste Handlungsstrategien ableiten.
Networks
Im Forschungsbereich Netze werden Methoden für die sichere Kommunikation in kritischen Infrastrukturen (Smart Grids,
Ladeinfrastrukturen für eMobility) sowie Methoden für die Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen in diesen Infrastrukturen erforscht. Hierbei gewinnt maschinelles Lernen zunehmend an Bedeutung, um Sicherheitsprozesse effizienter und präziser zu gestalten. Ein zentraler Anwendungsfall liegt in der Echtzeit-Erkennung von Anomalien, da Abweichungen von normalen Betriebsabläufen häufig frühe Indikatoren für potenziell schädliche Szenarien darstellen. Durch die Sensibilisierung von KI-Systemen für solche Muster lassen sich Risiken proaktiv identifizieren, bevor sie zu konkreten Bedrohungen eskalieren.
Ein zentrales Problem besteht jedoch darin, dass kritische Anomalien nur in Ausnahmefällen auftreten. Dies erschwert das Training der Algorithmen, da klassische Lernverfahren auf eine ausreichende Menge an Trainingsdaten angewiesen sind. Die Lösung liegt in der kontinuierlichen Analyse von Betriebsdaten, insbesondere aus dem Verkehrsstrom der Nutzer und der Kommunikation innerhalb des Systems. Hier zeigt sich, dass die Echtzeit-Auswertung von Datenströmen – etwa in Telekommunikationsnetzen – wertvolle Rückschlüsse ermöglicht, ohne dabei auf personenbezogene Informationen zugreifen zu müssen.
Die Verfügbarkeit von Daten ist in der Regel gegeben, da moderne Infrastrukturnetze ständig Kommunikations- und Betriebsdaten generieren. Entscheidend ist jedoch, welche Verfahren der Anomalieerkennung sich am besten eignen. Hier kommen spezialisierte Algorithmen zum Einsatz, die in der Lage sind, Muster in Echtzeit zu erkennen und gleichzeitig die Komplexität der Datenströme zu bewältigen.
Lehre
Das Institute of Telecommunications ist die tragende Säule des Masterstudiengang „Information and Communication Engineering“ an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Dieses Studienprogramm durchlief vor kurzem eine grundlegende Veränderung und Weiterentwicklung, um Studierende noch gezielter auf die Herausforderungen der digitalen Zukunft vorzubereiten.
Der Studiengang bietet eine moderne und umfassende Ausbildung, die auf fundiertem, hochwertigem und nachhaltigem Wissen in der Informations- und Kommunikationstechnik basiert. Im Mittelpunkt stehen vertiefte Einblicke in die Informations- und Signalverarbeitung, aktuelle Netzwerktechnologien und Netzwerksicherheit sowie die Entwicklung und Optimierung von funkbasierten Telekommunikationssystemen und der zugehörigen Hochfrequenztechnik- Technologien.
Das Curriculum zielt darauf ab, diese Inhalte praxisnahe und zukunftsorientiert zu vermitteln und Absolvent_innen damit optimal auf eine führende Rolle in Forschung und Industrie vorzubereiten.
Das Institut unterstreicht damit seine Rolle als wesentlicher Akteur in der Vermittlung innovativer und zukunftsweisender Inhalte, ohne dabei die fundierte Grundlagenvermittlung in den klassischen Disziplinen der Elektro- und Informationstechnik zu vernachlässigen.
Mitwirkende

Gerald Matz
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn.
Vorstand Institute of Telecommunications, seit 1.März 2026
Gerald Matz (Dipl.-Ing. 1994, Dr. techn. 2000, Doz. 2004) ist Universitätsprofessor für maschinelles Lernen in der Telekommunikation. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen die Signal- und Informationsverarbeitung, Informations- und Kommunikationstheorie, sowie maschinelles Lernen. Er absolvierte eine Reihe von Auslandsaufenthalten in Frankreich, der Schweiz und Deutschland und leitete zahlreiche Forschungsprojekte. Er veröffentlichte bisher knapp 250 wissenschaftliche Arbeiten und ist Mit-Herausgeber des Buchs “Wireless Communications over Rapidly Time-Varying Channels”. Gerald Matz bekleidete zahlreiche Ämter in internationalen wissenschaftlichen Gremien und war im Organisationskomitee vieler internationaler Konferenzen sowie als Mitherausgeber bei mehreren Top-Fachzeitschriften tätig. Im Jahr 2006 erhielt er den Kardinal-Innitzer-Förderungspreis und 2023 wurde er zum IEEE Fellow ernannt.

Norbert Goertz
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. ing.
Norbert Goertz (Dipl-Ing. FH Niederrhein 1990, Dipl.-Ing. Ruhr-Universität Bochum 1993, Dr.-Ing. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 1998, Habilitation TU München 2004) ist Universitätsprofessor für multimediale Signalverarbeitung. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen die Digitale Signalverarbeitung (insbesondere die Quellencodierung und Compressed Sensing) sowie die Kommunikationstechnik (insbesondere die fehlerkorrigierende Codierung und die effiziente Ressourcenzuteilung in Mobilfunksystemen). Er war 2004 Vertretungsprofessor für Nachrichtentechnik an der Universität Kassel und von 2004 bis 2008 Lecturer und Senior-Lecturer an der Universität Edinburgh, bevor er 2008 an die TU Wien berufen wurde. Er war langjähriger Vorstand des Institute of Telecommunications sowie Fakultätsratsvorsitzender, und er ist seit 2020 Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.


Markus Rupp
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. ing.
Markus Rupp (Dipl.-Ing. 1984, Dr.-Ing. 1993, Univ.-Prof. 2001) ist Professor für Digitale Signalverarbeitung in der mobilen Kommunikation. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen Signalverarbeitung, zellulare Netze, und lernende Algorithmen. Er verbrachte eineinhalb Jahre als Postdoc bei Sanjit Mitra in Santa Barbara und sechs Jahre als Technical Staff bei den Bell Labs in New Jersey. Nach einem eineinhalbjährigen Aufenthalt bei den Bell Labs in den Niederlanden wurde er an die TU Wien berufen, wo er das Christian-Doppler-Labor für „Design Methodologies of Signal Processing Algorithms “ gründete. Er ist Autor und Koautor von über 700 Publikationen und seit 2015 IEEE Fellow. Er war Mitglied des Board of Directors bei EURASIP und auch deren Präsident. Er diente sowohl als Institutsvorstand als auch als Dekan an der Fakultät.

Tanja Zseby
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. ing.
Tanja Zseby (Dipl.-Ing. 1997, Dr.-Ing. 2005, Univ.-Prof. 2013) ist Professorin für Kommunikationsnetze am Institute of Telecommunications. Ihre wissenschaftlichen Interessen umfassen Netzwerksicherheit, Anomalieerkennung und verdeckte Malware-Kommunikation. Vor ihrem Ruf nach Wien leitete sie das Kompetenzzentrum für Network Research am Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) in Berlin und forschte als Gastwissenschaftlerin an der University of California, San Diego (UC San Diego) in den USA. Sie ist ist Autorin und Koautorin von über 200 wissenschaftliche Arbeiten, 3 Patenten und 7 RFCs. Von 2016 bis 2020 leitete sie das Institute of Telecommunications an der TU Wien und sie ist Mitglied im akademischen Senat der TU Wien.

Joachim Fabini
Ass.-Prof. Dipl.-Ing. Mag. Dr. techn.
Joachim Fabini (Dipl.-Ing. Technische Informatik 1997, Dr. techn. 2008, Assistant Professor 2026) ist Inhaber der Laufbahnstelle für Kommunikation in kritischen Infrastrukturen am Institute of Telecommunications. Sein Forschungsschwerpunkt umfasst den Bereich sicherer IP-basierter Kommunikation, insbesondere präzise Messmethoden, genaue Zeitsynchronisation, Architekturen sowie zeitkritische Kommunikation in kritischen Infrastrukturen mit besonderem Fokus auf der Energiewende und den Herausforderungen der sicheren Echtzeitsteuerung dezentraler Energiesysteme. Vor seiner akademischen Laufbahn an der TU Wien war Joachim Fabini fünf Jahre lang als Softwarearchitekt bei Ericsson an der Entwicklung erster kommerzieller Voice-over-IP-Kommunikationslösungen beteiligt. Er hat als Projektleiter und Forscher an der TU Wien mehr als 20 geförderte und bilaterale Forschungsprojekte erfolgreich geleitet, unter anderem das FFG-KIRAS Success-Story-Projekt MALORI als Konsortialleiter. Er ist Autor und Koautor einer Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen in hochbewerteten Konferenzen und Zeitschriften, darunter vier IETF-RFCs. Joachim Fabini leitet den Informationssicherheitsbeirat der TU, ist Informationssicherheitskoordinator der Fakultät ETIT und Ersatzmitglied des Senats.

Andrea Patricia Ortiz Jimenez
Ass.-Prof. Dr. ing. MSc
Andrea Ortiz (M.Sc. 2013, Dr.-Ing. 2019) ist Assistant Professorin auf einer Laufbahnstelle für nachhaltige, skalierbare und resiliente drahtlose Netzwerke. Ihre wissenschaftlichen Interessen umfassen drahtlose Netzwerkoptimierung, Entscheidungsfindung unter Unsicherheit sowie lernbasierte Methoden für Kommunikationssysteme. Sie promovierte summa cum laude an der TU Darmstadt und wurde mit dem Dr.-Wilhelmy-VDE-Preis sowie dem Best Dissertation Award ausgezeichnet. Nach vier Jahren als Postdoktorandin und Principal Investigator (u.a. DFG CRC MAKI, Open6Ghub) an der TU Darmstadt kam sie 2024 an die TU Wien. Dort leitet sie die WWTF-geförderte ASUCAR Vienna Research Group, ist Principal Investigator mehrerer Drittmittelprojekte und koordiniert das SNS-JU-Projekt IoT-ZERO.

Augustin Alexandru Saucan
Ass.-Prof. Dr. MSc.
Augustin Alexandru Saucan (Dipl.-Ing. 2012, Dr.-Ing. 2016) ist Assistenzprofessor für Daten- und Signalverarbeitung. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen statistische Signalverarbeitung, Methoden der Informationsfusion, Lokalisierung und Verfolgung sowie bestärkendes Lernen. Er erhielt einen Doktortitel in Informations- und Kommunikationswissenschaften und -technologien vom Institut Mines-Télécom Atlantique in Frankreich. Er hatte mehrere Postdoc-Stellen an der McGill University in Kanada, der Syracuse University und dem Massachusetts Institute of Technology, beide in den USA, inne. Bevor er 2024 an die TU Wien kam, war er Maître de conférences an der Télécom SudParis in Frankreich. Er ist als Mitherausgeber für die Fachzeitschrift „IEEE Transactions on Signal Processing“ tätig.

Stefan Schwarz
Assoc.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn.
Stefan Schwarz (Dipl.-Ing. 2009, Dr. techn. 2013, Assoc. Prof. 2021) ist Associate Professor mit der Fachbezeichnung “Wireless Technologies for a Mobile Society“. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen Themenbereiche der mobilen Kommunikation, speziell im Hinblick auf Mehrfachantennensysteme, Interferenzmanagement und verteilte Optimierung in Mobilfunknetzen. Sein Hauptfokus liegt dabei auf Methoden der digitalen Signalverarbeitung und Integration maschineller Intelligenz. Er gründete 2016 das Christian-Doppler-Labor für „Dependable Wireless Connectivity for the Society in Motion” am Institute of Telecommunications (ITC), TU Wien, und leitete eine Reihe von bilateralen und öffentlich geförderten Forschungsprojekten (FWF, WWTF, EU). Er veröffentlichte bisher knapp 200 wissenschaftliche Arbeiten und ist Mit-Herausgeber des Buchs “ The Vienna LTE-Advanced Simulators: Up and Downlink, Link and System Level Simulation”. Im Jahr 2020 erhielt er den Kardinal-Innitzer-Förderungspreis. Er leitet derzeit den Forschungsbereich Wireless Communications am ITC.

Philipp Svoboda
Univ.-Ass. Dipl.-Ing. Dr. techn.
Philipp Svoboda (Dipl.-Ing. 2004, Dr. techn. 2008) ist seit 2026 auf der Laufbahnstelle „Intelligent Mobile Communication Systems“ an der TU Wien tätig. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen intelligente und nachhaltige mobile Kommunikationsnetze, digital-twin-gestützte Methoden für Funkzugangsnetze sowie Mess-, Modellierungs- und Optimierungsverfahren für Mobilfunksysteme. Seit 2023 leitet er das Christian-Doppler-Labor „Digital Twin assisted Artificial Intelligence for sustainable Radio Access Networks“. Er ist Autor und Koautor von 127 Publikationen und engagiert sich in Forschung und Lehre.
Erwähnenswertes
Das Institute of Telecommunications arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit einer Vielzahl an nationalen und internationalen Institutionen zusammen. Unter den zahlreichen Firmen sind insbesondere A1, Kapsch, Kathrein, Nokia, NXP, ÖBB, PIDSO, Siemens, T-Mobile, und die Wiener Netze als langjährige Kooperationspartner hervorzuheben. Unter den akademischen Einrichtungen finden sich unter anderem in Österreich die Universität Wien, die TU Graz, und die JKU Linz, und auf internationaler Ebene die ETH Zürich und die École Polytechnique Fédérale de Lausanne in der Schweiz, die technischen Universitäten in Berlin, München und Ilmenau (Deutschland), Eurecom und CentraleSupélec in Frankreich, University of California San Diego, University of Southern California, und Stony Brook University in den USA, Brno University of Technology in Tschechien, und die Slovak University of Technology in Bratislava. Hinzu kommen enge Kontakte zu der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, dem Austrian Institute of Technology und zu Silicon Austria Labs.
Abgesehen von Industrieprojekten werden am Institut auch zahlreiche Drittmittelprojekte durchgeführt, die von FFG, FWF, WWTF, EU und Christian-Doppler-Gesellschaft gefördert werden. Letztere hat seit über 20 Jahren mehrere CD-Labore im Bereich Mobilkommunikation finanziert: “Design Methodology of Signal Processing Algorithms” (2002-2009), “Wireless Technologies for Sustainable Mobility” (2009-2016), “Dependable Wireless Connectivity for a Society in Motion” (2016-2023),
“Digital Twin assisted AI for sustainable Radio Access Networks” (seit 2023). Eine bedeutsame Leistung in diesem Zusammenhang ist die Entwicklung der Vienna Cellular Communications Simulators, einer Sammlung von Software-Simulatoren für Mobilfunksysteme der 4. und 5. Generation, die weltweit eine breite Anwenderbasis gefunden hat.
Das Institute of Telecommunications ist international hervorragend vernetzt. Diese Tatsache spiegelt sich darin wider, dass die Professor_innen des Instituts tragende Rollen innehaben als Mitherausgeber_innen führender Fachzeitschriften, als Ko-Organisator_innen bedeutsamer Fachkonferenzen, als Mitglieder maßgeblicher wissenschaftlicher Gremien und als Gutachter_innen für nationale und internationale Fördergeber.